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Nach Gelbensande und dann in den Wald, immer den Schildern nach...

Das Wald- und Heidegebiet nordöstlich der Stadt Rostock ist die „Nordöstliche Heide Mecklenburgs“. Dieses umfasst die Rostocker Heide, den Gelbensander Forst, den Forst Alte Heide und einen Teil des Ribnitzer Forstes. Das Waldgebiet ist der Rest eines Urwaldes, der einst von den Niederlanden bis Pommern reichte.

 

Die Rostocker Heide erstreckt sich an der Ostseeküste zwischen Warnemünde und dem westlich von Graal-Müritz liegenden Wiederort. Die Grenze folgt der Wiedeortschneise und dann bachaufwärts dem Stromgraben, vorbei an Meyers Hausstelle bis an die Bundesstraße 105, die die südöstliche Grenze bis zur Höhe Dwasweg bildet, dann führt sie in westlicher Richtung zwischen Rövershagen und Wiethagen hindurch bis oberhalb Niederhagens, um anschließend dem Verlauf der Bäderstraße in südlicher Richtung zu folgen.

 

Die Rostocker Heide ist in die Forstreviere Schnatermann, Hinrichshagen, Torfbrücke, Wiethagen und Meyers Hausstelle geteilt. Nur wenige kleine Hügel, wie den Dachsberg südöstlich von Torfbrücke, den Buchenberg beim Schnatermann, den Budenberg nordöstlich des Heiligensees und den Kastanienberg findet man in der Rostocker Heide.

 

Ein weit verzweigtes Netz von Gräben und Bächen durchzieht das Gebiet, so der Rohrbach, der Feuerstellenbach, der Stromgraben, der Radelbach u. a. Die größten Wasserflächen sind der Heiligensee – fast rund, mit einem Durchmesser von etwa 250 Meter – und der ost-westlich gestreckte Radelsee, der etwa 1200 Meter lang und an seiner breitesten Stelle bei 350 Meter breit ist.

 

Durch das Gebiet führt in Nord-Süd-Richtung die Bahnlinie von Rövershagen nach Graal-Müritz, teilweise parallel zu der beide Orte verbindenden Straße. Für die Bewirtschaftung der Rostocker Heide ist das Stadtforstamt Rostock als untere Naturschutzbehörde zuständig.

 

Auf den Waldflächen der Rostocker Heide stehen zu 53 % Nadelbäume (hauptsächlich Kiefern, Fichten und Lärchen), bei Laubbäumen (47 %) sind am stärksten Buchen, Eichen und Birken vertreten (Stand 1998). 827 ha der Rostocker Heide sind Moore, Schilfgebiete und Wiesen.[4] Dort findet man Kleinröhrichte mit Sumpfbinsen, in denen viele Insekten leben, Sumpfdotterblumen und Orchideen, Eisvögel, Kraniche und Seeadler, alte Eiben, Stechpalmen und Elsbeeren; es gibt Lungenenzian auf wechselfeuchten Wiesen, Läusekraut und viele andere Pflanzen und Tiere. [5] Besonders umfangreich ist die Artenvielfalt in den drei Naturschutzgebieten, von denen ein Teil als Totalreservat ausgewiesen ist.

Westlich des Ortes Torfbrücke trägt der Küstenwald den Namen Gespensterwald, da die Buchen in diesem eigenartigen Wäldchen unter dem ständigen Einfluss des Seewindes verkümmert und verkrüppelt sind und einen ungewohnten Anblick bieten.

In der Rostocker Heide liegen die Naturschutzgebiete Radelsee, Heiligensee/Hütelmoor und Schnatermann. Seit 1996 ist sie zudem als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

 

Einige Denkmale erinnern hier an Personen, deren Leben eng mit der Rostocker Heide verbunden war:

 

- Brandts-Kreuz erinnert an den Jäger Brandt, der 1669 an dieser Stelle bei einem Jagdunfall ums Leben kam.

 

- Der Beckerstein erinnert an den Forstinspektor Hermann Friedrich Becker aus Rövershagen, der die geregelte Forstwirtschaft in der Rostocker Heide begründete.  1793 legte er erstmals eine komplex vermessene Forstkarte der Heide vor. Er begründete auch das Schneisensystem in der Rostocker Heide. Mit Heinrich Cotta und Friedrich Pfeil zählt er zu den Begründern der deutschen Forstwirtschaft.

 

- An den Letzten einer Dynastie von Forstleuten erinnert der Garthe-Stein. Er ist dem Gedenken an den Forstinspektor Max Garthe jun. (1864–1915) gewidmet, der im Ersten Weltkrieg fiel.

 

- Charles Bencard (1877–1956) war der Nachfolger von Max Garthe jun., er sorgte für die Aufforstung der großen, durch den Krieg verursachten Kahlschläge. Ein Gedenkstein für ihn steht im Küstenwald nordöstlich des Heiligensees.

 

- Der Krause-Stein ist dem Heimatforscher Ludwig Krause (1863–1924) gewidmet, der 1908 die Erforschung der Flurnamen in der Rostocker Heide begann.


 

Quelle: Wikipedia

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